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HALESTORM Vicious-Tour 2018 - Live Music Hall, Köln - 15.10.2018

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HALESTORM, Live Music Hall Köln, 15.10.2018

Support: DEVILSKIN

Manchmal gibt es Situationen, die ein Konzert plötzlich besonders erscheinen lassen und dafür sorgen, dass eine winzige Kleinigkeit unvergesslich bleibt. Für mich gab es einen dieser Momente auf der vergangenen HALESTORM-Tour, als LZZY HALE sich in Bochum während einem der ersten Titel des Konzerts die Finger an ihrer GIBSON-Explorer aufriss, aber tapfer bis zum Schluss des Abends durchhielt und später unter tosendem Applaus von der Bühne ging. Diese Gitarre wurde übrigens von GIBSON in einer eigenen LZZY HALE Edition aufgelegt, eine Ehre, die nicht jedem Gitarristen zuteil wird.

Daher stand mein Entschluss sofort nach Ankündigung der aktuellen VICIOUS-Tour fest, der Lady, ihrem kleinen Bruder AreJay (Drums), Joe Hottinger (Gitarre) und Josh Smith (Bass) einen erneuten Besuch abzustatten. Mit im Gepäck haben die vier ihr neues Album, dessen Review hier zu finden ist, sowie ihre Kollegen von DEVILSKIN, die den Abend eröffnen.

Verglichen werden die Neuseeländer gern mit eben HALESTORM oder auch EVANESCENCE, was der Band nicht wirklich gerecht wird, denn die Songs beweisen eine starke Eigenständigkeit und lassen sich nur schwer in Schubladen pressen, zumal Frontfrau Jennie Skulander des Öfteren mit gutturalem Gesang in Sachen Alleinstellungsmerkmal punkten kann. Als kleines Intermezzo gibt es Trockeneisnebel aus der Kanone, sehr zur Freude der Zuschauer. Nach einer guten Stunde und einem extrem energiegeladenen Auftritt gehen die vier Musiker unter tosendem Beifall des Publikums von der Bühne.

Line-Up DEVILSKIN:

  • Jennie Skulander: Gesang

  • Tony Vincent: Gitarre

  • Paul Martin: Bass

  • Nic Martin: Schlagzeug

Setlist:

  • Pray

  • Elvis Presley Circle Pit

  • All Fall Down

  • Mountains

  • Start A Revolution

  • Animal

  • Holy Diver (Dio-Cover)

  • Never See The Light

  • Vessel

  • Until You Bleed

  • Endo

  • Voices

  • Little Pill

  • Violation

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Nach kurzer Umbaupause ist es dann soweit und HALESTORM betreten die Bühne der ausverkauften Live Music Hall. Drummer AreJay, der drei Jahre jüngere Bruder Lzzys, gibt in pinkfarbenem Sakko mit Palmenmuster über weißem Hemd und einer Krawatte im Design des Sakkos von Beginn an den Rhythmus des Abends vor. Halestorm beginnen ihr Set mit „Skulls“ vom neuen Album und direkt geht im Saal die Post ab. Lzzy Hale, in schwarzer Lederjacke über einer engen Hose in Leopardenfelloptik, zeigt sich hervorragend aufgelegt und beweist durch kleine Fill-Inn Soli, dass sie neben ihrer prägnanten Stimme auch an der Gitarre Überdurchschnittliches zu bieten hat.

Während in vorderster Front seine Schwester mit dem Publikum flirtet, schnürt Bruder AreJay zusammen mit Bassmann Josh Smith das rhythmische Korsett der Band und sorgt mit unglaublicher Präzision in Form von kleinen Spielereien mit seinen Drumsticks immer wieder für kleine Showeinlagen. Lzzys „little brother“ erinnert in seiner Spielweise an den jungen ROGER TAYLOR, dessen für die damalige Zeit revolutionäres Schlagzeugspiel AreJay Hale stark beeinflusst hat.

Neben dem bewährten Songmaterial gibt es mit „Killing Ourselves To Live“ vom aktuellen Album „Vicious“ eines der Highlights des Abends, der in fantastischer Version herüberkommt und die Band in großartiger Spiellaune präsentiert, gefolgt von „Do Not Disturb“, in der LZZY augenzwinkernd Eskapaden mit diversen Toy-Boys reflektiert.

Nach „Amen“, der von der ausverkauften Live Music Hall textsicher zelebriert wird, folgt im Anschluss ein echter Gänsehautmoment, als Joe Hottinger und Lzzy am Bühnenrand Platz nehmen und „The Silence“ vom neuen Album spielen und damit für einen jener unvergesslichen Momente sorgen.

Danach geben HALESTORM wieder Vollgas und rocken die Halle mit „I Am The Fire“ und „Vicious“ noch einmal richtig durch, bevor AREJAY HALE sein mittlerweile schon berühmtes Schlagzeugsolo abfeuert, mit dem er eindrucksvoll unter Beweis stellt, zur Zeit einer der besten Schlagzeuger weltweit zu sein. Neben unglaublicher Präzision und Schnelligkeit zeichnet den drei Jahre jüngeren Bruder Lzzys auch sein Showtalent aus, das er in diesen Situationen gekonnt einsetzt. Zu Beginn des Soloparts bittet er noch NIC MARTIN von DEVILSKIN zu sich auf die Bühne und zusammen feuern die beiden exakt synchrone Schlagzeug-Salven ins Publikum. Gegen Ende seines furiosen Soloparts packt AreJay dann auch noch seine überdimensionalen Sticks aus, die gut und gerne 1 Meter lang sind, aber dennoch virtuos die Trommelfelle massieren. Allein dieses Schlagzeugsolo ist das Eintrittsgeld wert. Chapeau!

Nach „Freak Like Me“ gehen die vier aus Pennsylvania von der Bühne, auch um der Crew Gelegenheit zu geben, das Double-Pedal AreJays zu reparieren, das während des grandiosen Solos in Mitleidenschaft gezogen worden war. Nach gelungener Reparatur geht es mit „Black Vultures“, dem Opener, des neuen Albums, wieder bedingungslos nach vorn. Angetrieben vom entfesselt feiernden Kölner Publikum geben HALESTORM noch einmal alles und auch „I Miss The Misery“ wird enthusiastisch aufgenommen. „Here´s To Us“ liefert den emotionalen Schlussakkord des Konzerts, denn Lzzy bittet nochmals DEVILSKIN auf die Bühne, die unter starkem Applaus verabschiedet werden.

FAZIT: Ein HALESTORM Konzert ist immer ein Happening der besonderen Art. Ein hochenergetischer und emotionaler Abend, der die Band in Hochform zeigt und die unzähligen Konzerte und die damit verbundene Live-Erfahrung voll ausspielt. Und auch in diesem Jahr gibt es wieder jenen denkwürdigen Moment, der in Erinnerung bleiben wird und so ganz anders ist als sich die Band normalerweise präsentiert, einmal nicht rockig, sondern ruhig und melancholisch, eben passend zum Titel: „The Silence“.

 

Line-Up HALESTORM:

  • Lzzy Hale: Gesang, Gitarre

  • AreJay Hale: Schlagzeug, Gesang

  • Joe Hottinger: Gitarre

  • Josh Smith: Bass

 Setlist:

  • Skulls

  • Mayhem

  • Love Bites (So Do I)

  • Mz. Hyde

  • Killing Ourselves To Live

  • Do Not Disturb

  • Amen

  • The Silence

  • It´s Not You

  • I Am The Fire

  • Vicious

  • Drumsolo AreJay Hale

  • Freak Like Me

  • Black Vultures

  • I Miss The Misery

  • Here´s To Us

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Stefan Haarmann (Info)

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