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Alan Parsons: The Secret (Review)

Artist:

Alan Parsons

Alan Parsons: The Secret
Album:

The Secret

Medium: CD/LP/CD+DVDA/LP+CD/Download
Stil:

Pop / Rock

Label: Frontiers / Soulfood
Spieldauer: 48:52
Erschienen: 26.04.2019
Website: [Link]

15 Jahre nach seinem letzten Studioalbum "A Valid Path" zeigt sich der legendäre Tontechniker und Produzent (Beatles, Pink Floyd, u.v.m.) ALAN PARSONS von einer insgesamt ruhigen Seite, denn rockig wie auf seinen bahnbrechenden Werken ("Tales of Mystery and Imagination") geht es auf "The Secret" allenfalls am Rande zu. Kompositorisch und klanglich gibt es natürlich nichts zu beanstanden, doch die arg seichte Vorab-Auskopplung 'Miracle' mit Pop-Sternchen Jason Mraz am Mikrofon stellte die Weichen für die stilistische Ausrichtung des gesamten Langspielers.

Neben Parsons langjährigem Co-Sänger P.J. Olsson treten wie zu erwarten eine Menge Gäste aufs Parkett: Allesspieler Steve Hackett und Fusion-As Jeff Kollman gehören zu einer vielköpfigen Riege von Gitarristen, ganze drei Drummer wurden verschlissen, und abgesehen von dem israelischen Bassvirtuosen Guy Erez nutzte der Strippenzieher das CMG Music Recording Orchestra of Hollywood für die Aufnahmen.

Letzteres kommt bereits in der eröffnenden (unnötigen) Adaption des "Zauberlehrlings" zur Geltung, die den thematischen Grundstein legt, denn auf "The Secret" geht es - auch im modernen Kontext - um Magie und ihre potenziellen Randerscheinungen. Im Bandsong 'One Note Symphony' schlägt Parsons endlich Kapital aus dem Orchester, wobei Todd Cooper auf einem satten Rockteppich als Sänger einherschreitet, als wollte er die Hochphase seines Anstellers aufleben lassen - nicht zuletzt in Hinblick auf den eingesetzten Vocoder. Die Broadway-artige Crooner-Schote 'Requiem' passt ebenso hervorragend zu Cooper, dem heimlichen Star dieser Scheibe.

'Sometimes' ist daraufhin ein klassischer AOR-Crooner balladenhafter Art, für den es keinen besseren Interpreten geben könnte als Ex-Foreigner-Frontmann Lou Gramm. ' Mit 'Soirée Fantastique' setzt sich der etwas schwülstige, zu beschauliche Mittelteil der Platte fort; Parsons und Todd Cooper intonieren die plätschernde Nummer im Duett, wohingegen bereits zuvor ausgerechnet das melancholische 'As Lights Fall', das Parsons im Alleingang singt, einen der Höhepunkte der Scheibe markiert. Man würde folglich gerne mal ein Album hören, auf dem er komplett auf Helfer verzichtet …

'Fly To Me' ist ein weiteres Highlight und hörbar auf Power-Popper Mark Mikel (The Pillbugs) zugeschnitten, obwohl auch hier ein wenig die Energie fehlt. Die Gesangsharmonien erinnern wie bereits vorher an mehreren Stellen stark an die alte Schule des Satzgesangs - Simon & Garfunkel, CSNY und natürlich die Pilzköpfe. Parsons langjähriger Zuarbeiter P.J. Olsson kann das besinnlich öde 'Years Of Glory' im Anschluss nicht gesanglich aufwerten, ehe Jordan Huffman und Jared Mahone die beiden letzten Tracks übernehmen; ' The Limelight Fades Away' ist ein kompakter Artrocker mit ausnahmsweise etwas mehr Pep, ' I Can't Get There From Here' eine allzu typische Feuerzeug-Ballade zum engumschlungenen Tanzen.

FAZIT: "The Secret" hätte ein wenig mehr Power und Prog vertragen können, ist aber ansonsten ein solides Mainstream-Poprock-Album, das in der Diskografie von ALAN PARSONS allerdings einen mittelmäßigen Status einnimmt.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 3853x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • The Sorcerer's Apprentice
  • Miracle
  • As Lights Fall
  • One Note Symphony
  • Sometimes
  • Soirée Fantastique
  • Fly To Me
  • Requiem
  • Years Of Glory
  • The Limelight Fades Away
  • Can't Get There From Here

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Skypainter
gepostet am: 26.04.2019

User-Wertung:
2 Punkte

Na da ist aber jemand sehr voreingenommen an die Besprechung gegangen. Hier wurden keine Drummer verschliessen, sondern entsprechend der Verfügbarkeit eingesetzt. Die Zauberlehrling Adaption ist passend zum Thema und nicht unnötig. Und warum Requiem eine Crooner-Schote sein soll ist mir absolut unbegreiflich. Zugegeben, das Album hätte etwas mehr vom Prog der früheren Werken verdient, manche Tracks sind sehr weichgespült. Aufnahmetechnisch, wie nicht anders zu erwarten ein absolutes Sahnestück und "I can't get there from here" ist eine typische Feuerzeug-Ballade, d'accord, aber kompositorisch ein Highlight, weil sich die Melodie sofort in den Gehörgängen festsetzt.
Meine Meinung, es lohnt sich, die Platte zu kaufen und ja, Alan Parsons hat schon ein gewisses Alter erreicht, was man dem Album streckenweise anmerkt.
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