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Cosmic Reaper: Cosmic Reaper (Review)

Artist:

Cosmic Reaper

Cosmic Reaper: Cosmic Reaper
Album:

Cosmic Reaper

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Doom Metal

Label: Heavy Psych / Cargo
Spieldauer: 44:38
Erschienen: 19.03.2021
Website: [Link]

Der tief brummende Fuzz-Bass zu Beginn von 'Hellion', dem ersten Stück auf dem vorliegenden Album, entlarvt dessen Schöpfer bereits eindeutig als das, was sie sind bzw. spielen, nämlich psychedelischen Stoner Doom Rock bis Metal.

COSMIC REAPERs Name ist so beliebig wie ihre Musik aufs Genre bezogen herkömmlich, was in ihrem Fall aber nicht automatisch etwas Grottenschlechtes bedeutet. Die aus einem experimentellen Küchenprojekt (!) des Gitarristen und Bassisten entstandene Band aus Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina zeichnet sich durch Freude an simplen wie griffigen Gitarrenmelodien aus, die Vocals könnten allerdings eine Schippe Charisma vertragen, die so schwer ist wie der Sound selbst.

Frontmann Thad Collis nölt und leiert vor sich hin, während er mit viel mehr Verve und Liebe zu Details in die Saiten langt, weshalb er sich vielleicht ausschließlich darauf konzentrieren oder an seinem Ausdruck als Sänger arbeiten sollte. Dessen ungeachtet holt die Rhythmusgruppe die Kastanien zwar nicht immer, aber oft dadurch aus dem Feuer, dass sie das Tempo verschleppt oder generell variiert, gleichwohl man keinen Geschwindigkeitsrausch mit "Cosmic Reaper" erleben wird.

'Stellar Death' trägt dezent bluesige Züge und zündet ausnahmsweise just deshalb, weil Collis repetitiv intoniert, derweil seine Leads im Prinzip als Respons auf einen jeweils gesungenen Vers zu verstehen sind - clever arrangiert und bis zuletzt die stärkste Komposition auf der Platte.

COSMIC REAPER begingen erst im Sommer 2019 ihr Bühnendebüt und nahmen daraufhin die EP "Demon Dance" auf, womit sie einen Fuß in die Tür der Doom-Szene schieben konnten. Der Corona-Lockdown beschleunigte schließlich notgedrungen das Songwriting für den Langspiel-Einstand der Truppe, der letzten Endes trotz Science-Fiction-Lyrics, visueller Seventies-Ästhetik und ein paar ruhigeren, ätherischen Momenten ('Wastelamnd I') der Marke Pink Floyd ab David Gilmours Eintritt bei den Briten hinter dem Potenzial der Beteiligten zurückbleibt.

FAZIT: Auf "Cosmic Reaper" bekommt man okayen Durchschnitts-Doom geboten. Das verantwortliche Quartett liefert mit der selbst betitelten Platte einen Erstling mit typischen Kinderkrankheiten ab - unfokussierte Liedschreibe und mangelnde Originalität vorneweg, selbst wenn - oder gerade weil es auch keinen Halt vor der Schwelle zum Prog nach dem Verständnis der stilprägenden Ära vor ungefähr einem halben Jahrhundert macht.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 578x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Hellion
  • Heaven’s Gate
  • Stellar Death
  • Wasteland I
  • Wasteland II
  • Planet Eater
  • Infrasonic

Besetzung:

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