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Autumnblaze: Welkin Shores Burning (Review)

Artist:

Autumnblaze

Autumnblaze: Welkin Shores Burning
Album:

Welkin Shores Burning

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Gothic / Indie Rock

Label: Argonauta / Soulfood
Spieldauer: 48:13
Erschienen: 27.11.2020
Website: [Link]

Wirklich weg gewesen sind AUTUMNBLAZE ja nie, doch die Saarländer standen lange Zeit ohne Label da und nahmen sich umso mehr Zeit, neues Material anzuhäufen, das nun nach siebenjähriger Pause erscheint und in Hinblick auf seinen Titel davon zeugt, dass Markus Baltes ein unverbesserlicher Romantiker geblieben ist.

Der siebte Longplayer der zu einem Duo geschrumpften Gruppe folgt dann auch auf musikalischer Ebene jener Linie, die Mini-Klassiker wie "Bleak" (2000) und "Mute Boy, Sad Girl" (2002) vorgegeben haben. Allerdings strahlt "Welkin Shores Burning" eher die Wärme von "The Mute Sessions" (2003) und vor allem von "Words Are Not What They Seem" (2004) aus, wobei die stilistische Ausrichtung eine ganz ähnliche ist.

Verzerrte Gitarren? Selten ('The burning sea', ganz sachte), und dann auch nie zum harten "Herumriffen" … die neun recht kompakten Tracks spielen sich an und für sich im proggigen Singer-Songwriter-Spektrum ab, denn Baltes´ immer noch nicht sonderlich charismatische, aber sympathisch fragile Stimme steht im Zentrum, während sich das Fundament auf gezupfte Akkord-Arpeggien zu sparsamen Drum-Arrangements beläuft.

Die wenigen flirrenden Momente (Slowdives Shoegaze lässt grüßen) und halbwegs handfest Rockendes ('Autumn wings behold') hätten AUTUMNBLAZE ruhig weiter ausbauen können, denn dies wäre der Dynamik zugute gekommen. So, wie die Platte aber nun mal ausgefallen ist, plätschert sie über weite Strecken vor sich hin, ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen … doch andererseits: Füllsel gab´s in der Diskografie der Band ja schon immer.

Dass ausgerechnet die beiden CD-only-Boni 'All Within' und 'My Swan' von der letztjährigen Digital-Single "Philia" die besten Tracks sind, finden wir dann allerdings doch saudoof.

FAZIT: AUTUMNBLAZE melden sich in gewohnt behäbiger Form zurück. Der sogenannte Melancholic Rock der Deutschen ist nicht ohne Reiz, aber auch 2020 nur was für Fans von früher.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 552x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Welkin
  • Planets
  • Explosions
  • One breath
  • The burning sea
  • Leaders
  • Autumn wings behold
  • Flamedoves
  • Shore
  • All Within
  • My Swan

Besetzung:

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