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The Family Men: Co/de/termination (Review)
| Artist: | The Family Men |
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| Album: | Co/de/termination |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Noise Rock, Post-Punk, Electronica |
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| Label: | Welfare Sounds & Records | |
| Spieldauer: | 36:46 | |
| Erschienen: | 08.05.2026 | |
| Website: | [Link] |
Die Elektro Noise-Rocker THE FAMILY MEN aus Göteborg schicken uns mit ihrem Zweitling „Co/de/termination“ auf einen flirrend-lärmenden Höllenritt, nach dem man erst einmal sortieren muss, wo oben und unten ist.
Schon der Opener „Calamity“ kennt kein Pardon: Wütendes Gebrüll, scharfkantige Riffs und ein krachender Elektro-Rock-Unterbau ziehen den Hörer kompromisslos hinein. Verschnaufpause? Wenn überhaupt, dann liefert sie das groovige „AOR“, das mit seinem Drive kurzzeitig so etwas wie Bodenhaftung suggeriert. Doch diese Erholung ist trügerisch: Kaum haben ein paar scheinbar harmlose Naturgeräusche für ein Innehalten gesorgt, rollt die musikalische Dampfwalze erneut an – laut, unerbittlich und ohne Blick zurück.
Aus allen Ecken zischen und fiepen Elektro-Sounds, die Drums prügeln sich durch die Tracks, und die Gitarren dürfen hemmungslos fuzzig riffen. Gelegentlich taucht ein echter Bass auf, der sich kurz aus dem wummernden Tiefenfundament löst und Kontur verleiht, bevor er wieder im Lärm untergeht. Ansonsten wird nach Herzenslust gebrüllt – musikalische Stresstherapie im besten Sinne.
Und dann steht plötzlich „New Clear“ im Raum: entschleunigt, schwebend, mit psychedelisch flirrenden Vibes, die einen Moment lang die Schärfe aus dem Geschehen nehmen. Doch die Atempause währt nicht lange: Mit „Scanner“ ziehen die Beats wieder an, während sich darüber erneut eine dichte Geräuschkulisse und wütendes Geschrei ungebremst entfalten dürfen.
FAZIT: „Co/de/termination“ ist eine kompromisslose Lärmattacke zwischen Noise, Elektro und roher Rock-Wucht. THE FAMILY MEN setzen auf Überforderung als Stilmittel – intensiv, sperrig und alles andere als gefällig. Wer sich darauf einlässt, wird durchgerüttelt, aber garantiert nicht gelangweilt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Calamity
- AOR
- Skull Theft
- Solving The Light Issue
- Heaven
- New Clear
- Scanner
- Luxury
- Noumena
- Bass - Gustav Danielsbacka
- Gesang - Gustav Danielsbacka, Vidar Nillson, Nils Lindgren
- Gitarre - Gustav Danielsbackan, Vidar Nillson
- Schlagzeug - Nils Lindgren, Vidar Nillson
- Sonstige - Valdemar Wickelgren (Sampling)
- Co/de/termination (2026) - 12/15 Punkten
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