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Black Stone Cherry: Black Stone Cherry (Review)

Artist:

Black Stone Cherry

Black Stone Cherry: Black Stone Cherry
Album:

Black Stone Cherry

Medium: CD
Stil:

Stoner Rock/Southern Rock

Label: Roadrunner Records
Spieldauer: 46:18
Erschienen: 2007
Website: [Link]

Das Debüt der Jungspunde aus Kentucky ist in den USA schon seit längerer Zeit erhältlich – Roadrunner zieht mit einer Veröffentlichung im März diesen Jahres nach, was Freunde trocken groovenden Stoner Rocks sehr gelegen kommen dürfte. Hmmm… Kentucky? Ist das nicht der Staat, welcher in der einen Hälfte seiner Counties den Alkoholverkauf erlaubt und in der anderen nicht? Seltsam, aber nicht unverständlich für ein Land, in dem mit 18 Jahren kein wässriges Coors in einer Bar getrunken werden darf, man aber herzlich dazu eingeladen ist, sich für Öl in der Wüste die Eingeweide aus dem Leib ballern zu lassen.

Vielleicht hat das Ganze ja auch sein Gutes: Anstatt in üblen Spelunken bei Whiskey unzüchtigem Gedankengut zu frönen und so den unvermeindlichen Untergang des Abendlandes voranzutreiben, begeben sich die frustrierten Jugendlichen in schmierige Proberäume, um brav ihre Tonleitern zu üben. Ein ähnlicher Effekt greift gerüchteweise auch in Skandinavien, wo die dunkle Jahreszeit die Musiker ins Kämmerlein an ihre Instrumente treibt. Das Resultat ist hier aber ein anderes: Der Norden Europas gebiert jede Menge technisch stark überdurchschnittlich begabter Musiker – die USA im Falle von BLACK STONE CHERRY eher die erdigen Stoner Rocker mit Gefühl für staubige Grooves.

Das selbstbetitelte Erstlingswerk wandert sicheren Schrittes auf dem schmalen Grad zwischen massentauglichem Rock und härteren Spartenklängen. Mit Metal haben BLACK STONE CHERRY nicht viel am Hut, dennoch lassen es die Gitarren knarzen und krachen, das Schlagzeug pumpt organisch seine direkten Rhythmen, Soli sind ansprechend und spärlich gesät. Chris Robertsons Gesang klingt gefühlvoll ohne jede Weinerlichkeit und kratzt durch Timbre und Intonation an der Tür zum Statdionrock á la NICKELBACK, wobei deren käsiges Radio-Tralala zum Glück nicht kopiert wird. Sonstige Einflüsse? Klar, 70er Bands wie LED ZEPPELIN stehen bestimmt im Schrank der jungen Musiker (das Cover atmet auch den Geist des glorreichen Rock Jahrzehnts). GODSMACK könnte für ein paar moderne Elemente im Sound der Amis stehen – mischt man noch eine Prise KYUSS, LYNYRD SKYNYRD und von mir aus noch ALICE IN CHAINS hinzu, so kommt man BLACK STONE CHERRY schon recht nahe.

FAZIT: Alles in allem eine unterhaltsame (Hard) Rock Scheibe mit Stoner/Southern Einflüssen und ein paar Hits, die über die gesamte Spielzeit leider etwas abwechslungsarm daherkommen – zumindest, was die Kombination unterschiedlicher Stimmungen und Klangfarben angeht.

Nils Herzog (Info) (Review 3233x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Rain Wizard
  • Backwoods Gold
  • Lonely Train
  • Maybe Someday
  • When the Weight Comes Down
  • Crosstown Woman
  • Shooting Star
  • Hell and High Water
  • Shapes of Things
  • Violator Girl
  • Tired of the Rain
  • Drive
  • Rollin´ On

Besetzung:

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