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Bonfire: Roots (Review)

Artist:

Bonfire

Bonfire: Roots
Album:

Roots

Medium: CD/Download/Do-LP
Stil:

Akustik Hard Rock

Label: AFM Records
Spieldauer: 104:27
Erschienen: 26.02.2021
Website: [Link]

Eigentlich wollten die Spielleute der Hard Rock Institution BONFIRE um Mastermind Hans Ziller nach Veröffentlichung ihrer bis dato neusten Langspielplatte „Fistful Of Fire“ in der Besetzung Alexx Stahl (Gesang), Frank Pané (Gitarren), Ronnie Parkes (Bass) und André Hilgers (Schlagzeug) auf ausgedehnte Release Tour gehen, um das gute Stück den sehnsüchtig harrenden Fans der Republik auch „Live“ vorzustellen – doch daraus wurde aus den bekannten, von COVID-19 beeinflussten Gründen nichts. Die klaffende Lücke im Terminkalender der Band wurde in typisch unkonventioneller BONFIRE Manier direkt für den nächsten Marsch ins Tonstudio genutzt.

Dabei herausgekommen ist ein Acoustic Best Of Album einer Band, die auf eine beeindruckende aber auch wechselvolle Geschichte zurückblicken kann, die alle Höhen und Tiefen durchgemacht, Besetzungswechsel und interne Kleinkriege überlebt und nun – im fünften Jahrzehnt ihres Bestehens – mit dem stärksten Line-Up der Bandgeschichte – ein Album vorlegt, das zwar aus der Not heraus geboren wurde, dessen Umsetzung aber umso stärker und gediegener wirkt. Bezeichnenderweise gelang die Finanzierung der Doppel CD einzig mithilfe eines Crowdfunding Projekts, in das Hans Ziller aus dem Fundus der Band echte Raritäten - ja quasi Reliquien – einfließen ließ. Zudem gab oder gibt es neben von ihm selbst gemalten Bildern auch den legendären, von DIEZEL getunten MARSHALL-Amp, den Ziller auf allen BONFIRE Produktionen seit „Fireworks“ eingesetzt hat.

Die Werkschau beinhaltet eine hochinteressante Mischung echter BONFIRE Klassiker, denen das brandneue Akustik Arrangement jene Frischzellenkur verpasst, die Songs wie „American Nights“, „Ready 4 Reaction“ oder „Who´s Foolin´ Who“ die über Jahrzehnte angesetzte Patina im Handumdrehen wegpoliert. Immer wieder entzücken die Ingolstädter mit tollen Instrumentaleinlagen, die augenzwinkernd Welthits zitieren, beispielhaft seien hier „Let Me Be Your Water“, „Why Is It Never Enough“ und „Love Don´t Lie“ genannt, die in dieser Reihenfolge Anleihen bei „Sweet Home Alabama“ (LYNYRD SKYNYRD), „Paint It Black“ / „Miss You“ (jeweils THE ROLLING STONES) und LED LEPPELINs „Stairway To Heaven“ machen.

Daneben gibt es neuere Kompositionen wie „The Devil Made Me Do It“ oder „When An Old Man Cries“ vom 2020er Output „Fistful Of Fire“ im schmackhaftem Stromlos Format, die mühelos den Bogen ins Hier und Jetzt schlagen und die immer noch vorhandene Stadiontauglichkeit der Band untermauern. Ein absolutes Highlight der „Roots“ Compilation aber ist das Duett Alexx Stahls mit Frank Panés Ehefrau Lydia, die neben dem stärksten Shouter der BONFIRE Saga locker die bisher beste BONFIRE Sängerin abgibt.

FAZIT: BONFIRE zelebrieren mit „Roots“ den perfekten Rückblick auf fast fünf Jahrzehnte Bandgeschichte, ein Acoustic Best Of Album, das in seiner Konsequenz seinesgleichen sucht. „Roots“ wird morgen mit einem Livestream-Releasekonzert gebührend gefeiert und es bleibt zu hoffen, dass die Band Teile des hier produzierten Kleinods bald auch „Live“ auf die Bühne bringen darf.

Stefan Haarmann - Stellv. Chefredakteur (Info) (Review 1335x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 14 von 15 Punkten [?]
14 Punkte
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Tracklist:
  • CD1:
  • Starin' Eyes*
  • American Nights*
  • Let Me Be Your Water
  • Price Of Lovin´ You
  • Comin´ Home
  • Ready 4 Reaction
  • Give It A Try*
  • Sleeping All Alone
  • Who´s Foolin´ Who
  • Why Is It Never Enough*
  • Fantasy
  • CD2:
  • When An Old Man Cries*
  • Love Don´t Lie (featuring Lydia Panè)*
  • Lonely Nights
  • Under Blue Skies
  • You Make Me Feel
  • No More
  • The Devil Made Me Do It
  • Without You
  • Your Love Is Heaven To Me
  • Piece Of My Heart
  • Youngbloods
  • Our Hearts Don´t Feel The Same
  • Wolfmen
  • *Anspieltipp

Besetzung:

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