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Birdstone: IV (Review)
| Artist: | Birdstone |
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| Album: | IV |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Heavy Blues, Mystic Rock |
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| Label: | Harpyes Records | |
| Spieldauer: | 48:15 | |
| Erschienen: | 16.10.2026 | |
| Website: | [Link] |
Auch mit „IV“ zeigen sich BIRDSTONE Blues-verliebt, wagen aber gleichzeitig einen verstärkten Blick gen Psychedelic Rock, der mit heavy(!) Gitarren aufgepeppt wird.
Zwar mäandert manch langgezogenes Motiv in Stücken wie dem über elf Minuten langen „Largo“ doch ein wenig gleichförmig dahin, aber den Musikern gelingt es, ihre improvisierte Herangehensweise an diverse Instrumentalausflüge mit Spannung zu füllen.
Selbstgefälliges Schrammeln oder Ego-Klimpereien sind hier zum Glück Mangelware, auch weil die Band es versteht, ihren musikalischen Freigeist mit einem charmanten Retro-Anstrich zu versehen, der eher Heldenverehrung als ewiggestrige Vergangenheitsbeweihräucherung ist.
Treibende Nummern wie „Vultures“ gewinnen außerdem durch den ausdrucksstarken Gesang stetig an Dringlichkeit und wirken wie aufgescheuchter Wüstenrock, der im Refrain den sprichwörtlichen Staub aufwirbelt.
Dass jeder Song auf „IV“ außerdem mehrere Wendungen mit sich bringt und nicht stur einem Motiv folgt, hält die Spannungskurve der einzelnen Nummern, aber auch die des gesamten Albums aufrecht und verdeutlicht das Spiel mit Kontrasten, das BIRDSTONE durchaus beherrschen.
Eine anfangs abgehangen-ruhige Nummer wie „Fade and Disappear“ wandelt sich hinten raus z.B. zu einem dräuenden Stück Wüstenrock, das mit kräftigen Riffs eine Menge Staub aufwirbelt, ehe der Abschluss „Swell“ als versöhnliches Instrumental u.a. eine Trompete ins Zentrum des Geschehens rückt. Dabei wirkt es mitunter so, als würde musikalisch die Sonne aufgehen, nachdem der ruhige Start des Stücks vielleicht die letzten Stunden der Nacht repräsentiert, in denen sich das Leben langsam wieder zu regen beginnt.
FAZIT: BIRDSTONE bleiben auch mit „IV“ eine kompetente Anlaufstelle in Sachen Blues- bzw. Mystic-Rock. Diesmal fällt das Songwriting vielleicht etwas kontrastreicher aus, was dem Album insgesamt weniger direkt erkennbare Konsistenz verleiht, aber nichtsdestotrotz bleiben die Franzosen eine vielversprechende Anlaufstelle wenn es um Heavy Blues geht.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- No One Else
- Blackhand
- Largo
- Vultures
- Fade and Disappear
- Swell
- Bass - Edwige Thirion
- Gesang - Basile Chevalier-Coudrain, Edwige Thirion, Benjamin Rousseau
- Gitarre - Basile Chevalier-Coudrain
- Keys - Benjamin Rousseau
- Schlagzeug - Benjamin Rousseau
- Sonstige - Edwige Thirion (Synthesizer), Paul Weeger (Trompete)
- The Great Anticipation (2024) - 13/15 Punkten
- IV (2026) - 12/15 Punkten
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