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Kimmo Pörsti: Somewhere Not Far From Here (Review)

Artist:

Kimmo Pörsti

Kimmo Pörsti: Somewhere Not Far From Here
Album:

Somewhere Not Far From Here

Medium: CD
Stil:

Progressive Rock

Label: Seacrest Oy/Just For Kicks
Spieldauer: 63:22
Erschienen: 11.09.2026
Website: [Link]

Gerne möchte man ja behaupten, dass ein einzelner SAMURAI OF PROG wieder durch die Landschaft des symphonischen Progressive Rock reitet und im bestem Sinne und Tradition darin wie seine Mitkämpfer wildert.
So allerdings kann man das nicht stehen lassen.
Denn obwohl zum wiederholten, insgesamt vierten Male ausschließlich der Name KIMMO PÖRSTI auf dem Album-Cover prangt, das natürlich in seiner tollen ED UNITSKY-Gestaltung sowie dem Mini-LP-Digipak mit allem Drum und Dran (inklusive Einsteckhülle für die CD) sofort Parallelen zur kompletten Band herstellt, in der er maßgeblich als Schlagzeuger agiert, sind so einige altbekannte Mit-Samuraien auf „Somewhere Not Far From Here“ vertreten.
Auch das Konzept – und na klar – sowie die Musik setzt sämtliche altbekannten Traditionen der THE SAMURAI OF PROG oder deren massenhaften Ableger fort, wie MARCO BERNARD oder natürlich die weiteren Pörsti-Alben plus PACHA & PÖRSTI und BERNARD & PÖRSTI sowie THE GUILDMASTER und, und, und...


So weit, so gut, so alt(bekannt).
Gibt es denn nun Neues hinter „Somewhere Not Far From Here“?
Auf den ersten Blick und Hör nicht...
Auch auf den zweiten nicht...
Es bleibt tatsächlich ein Album, das tief in den Prog-Siebzigern verwurzelt ist, zudem auf mehrere namhafte Sänger der Prog-Szene (John Wilkinson, Michael Trew, Dan Schamber, Steph Honde) und zusätzlich Flöte und Saxophon setzt, wobei die Stimmung insgesamt ziemlich getragen und hymnisch ist. Ruhiges und Akustisches harmoniert mit ein paar symphonischen und mitunter jazzigen Prog-Sequenzen, wobei bewusst auf eingängige Melodik und entspannte bzw. entspannende Rhythmik gesetzt wird, die viel mit den ruhigeren GENESIS der „Wind & Wuthering“-Zeit zu tuen hat.

Ein fast ausgeglichenes Verhältnis zwischen gesungenen und instrumentalen Stücken, wobei verstärkt die Fantasie der Hörer herausgefordert werden soll, sorgt allerdings dafür, dass auf „Somewhere Not Far From Here“ intensiv auf ausladende Instrumentalausflüge gesetzt wird, die beispielsweise mit „Things Not Seen“ und „In My Life“ sowie „Light Of Other Days“ gleich eine gute Viertelstunde hintereinander einnehmen.

Ein ganz klares textliches Konzept erscheint – vielleicht gerade durch die umfangreichen instrumentalen Passagen – im ersten Moment nicht erkennbar...
...im zweiten durchaus: Das Album entwickelt sich wie eine Reise zu ganz unterschiedlichen Orten und Zeiten, beginnt westernmäßig mit einer Wagenburg, lässt Albträume aufleben, dem die Schönheiten der Küsten oder eine Reise zur Sonne, aber auch kriegerische Zerstörungen, entgegengestellt werden, die dann in dem Bewusstsein, dass man sich selber in jeder Situation einbringen und sein Leben in die eigenen Hände nehmen muss, und mit den Zeilen: „All the actors have gone to the streets / You are the only one in the crowd“, endet.
Also: Lass die graue Masse hinter dir und zeige dein wahres Gesicht zwischen all den 'Schauspielern', die dir mit ihren hinterhältigen Masken auf der Suche nach deiner eigenen Identität begegnen.

Produktionstechnisch gibt es ein paar Reserven auf „Somewhere Not Far From Here“, besonders die Höhen betreffend. In diesem Falle hätte Pörsti wohl nicht gänzlich allein auch die Produktion seines Albums übernehmen sollen – aus musikalischer Sicht spielt er allerdings neben dem Schlagzeug auch Bass und Keyboards auf höchstem Niveau.
So reiht sich „Somewhere Not Far From Here“ locker in die Masse der Prog-Alben rund um das THE SAMURAI OF PROG-Umfeld ein und hinterlässt wie alle Veröffentlichungen dieser finnischen Prog-Giganten einen gewohnt guten Gesamteindruck.


FAZIT: Ein Name, der für progressiv-musikalische Qualität spricht, ist KIMMO PÖRSTI. Als Multiinstrumentalist und festes Mitglied (hinterm Schlagzeug) der unerbittlichen Prog-Meisterkämpfer THE SAMURAI OF PROG hinterließ er bereits eine Vielzahl großartiger Retro-Prog-Alben erster Güteklasse. Auch solistisch gelang ihm dies bereits mit drei Alben, denen nun mit „Somewhere Not Far From Here“ die Nummer Vier folgt und ansatzlos an die Qualität und musikalische Ausrichtung seiner Band anknüpft, wobei Pörsti im Falle dieses Albums neben vier guten Sängern besonders auf gleich sechs Instrumentalstücke setzt.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 34x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Circle Of Waggons
  • Carrousel
  • Nightmares Come To Consume
  • Chasing Echoes
  • Things Not Seen
  • In My Life
  • Light Of Other Days
  • You And The Sun
  • Over The Sleeping Stars
  • Only One In The Crowd
  • With A Breath, I Linger

Besetzung:

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