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The Morning Stars: A Hymn Without A Sound (Review)
| Artist: | The Morning Stars |
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| Album: | A Hymn Without A Sound |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Indie- und Art-Pop, Singer/Songwriter, Shoegaze |
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| Label: | Eigenproduktion | |
| Spieldauer: | 45:19 | |
| Erschienen: | 16.01.2026 | |
| Website: | [Link] |
Ob es so sinnvoll ist, eine Hymne darauf auszulegen, ohne Klang zu funktionieren, ist eine Diskussion wert, oder im Fall von THE MORNING STARS gleich ein ganzes Album.
„A Hymn Without A Sound“ verbindet sanfte Art-Pop-Momente mit krautigem Flair, das sich immer wieder aus dem Post-Rock-Äther hervorschlängelt.
Dabei ist nicht zuletzt die Schlagzeugarbeit von Sebastian Vogel für eine gewisse Unvorhersehbarkeit des Materials verantwortlich. Denn ohne allzu aufdringlich zu klöppeln, liefert der Mann Strukturen und Grooves, die mehr zum Zuhören verleiten, als es die seicht dahinschwebenden Melodien mancher Songs vermögen.
Das ist auch ein markanter Pluspunkt des Albums. Denn ohne die Rhythmusklänge würden Stücke wie „Scars“ zwar immer noch durch eine fröhliche Melodiefülle gefallen, aber ein nicht unwesentlicher Abnutzungsgrad würde die seichte Stimmung schneller heimsuchen, als es gedacht sein dürfte.
Aber es finden sich auch ein, zwei Ausnahmen: Das klasse betitelte „Chainsaw Fiddle“ gleicht einem unaufdringlichen, aber schrägen Trip und verbindet erstaunlich passenden Säusel-Gesang mit reduzierten Percussions, wodurch der Refrain mit seinen dunklen Gitarrenschwingungen regelrecht enthusiastisch wirkt. Gleiches gilt für die Space-affinen Keyboard-Sounds, die Bilder von Ufos und dergleichen gar nicht mal so abwegig erscheinen lassen.
Für „Trap“ biegen THE MORNING STARS dann in Richtung Jazz und Funk ab, bleiben dank dunkler Synthies aber im Raumschiffmodus, nur dass die Reise wahlweise von Sonnenbegegnungen zwischen Hitze und wohliger Wärme zeugt oder aber im vermeintlichen Zickzack-Kurs durch mechanisches Dröhnen und präzise Rhythmen springt.
„The Everything“ wildert dann noch mehr im Krautrock und entwickelt sich am Ende zu einer sonnendurchfluteten Nummer mit leichten Shoegaze-Referenzen, die „A Hymn Without A Sound“ mit verzerrtem (Beinahe-)Lärm beendet.
FAZIT: THE MORNING STARS wollen zwar Musik ohne Klang servieren, aber ganz ohne Ton kommt „A Hymn Without A Sound“ dann doch nicht aus. Kunstvoll verdrehte Popmusik trifft auf manch Shoegaze-affinen Klangteppich, wobei der ein- oder andere stilistische Ausreißer auch nicht komplett vom Himmel fällt. Das Album ist zweifellos intelligent komponiert und interessant strukturiert. Allerdings bedarf es dank der oberflächlich seicht dahindümpelnden Musik auch eines wachen Kopfs seitens des Hörers, um die Ansätze, die THE MORNING STARS auf diesem Album verfolgen, nachvollziehen zu können.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- One Of The Doors
- Can't Stand Up
- Like This
- Scars
- Chainsaw Fiddle
- Trap
- The Everything
- Bass - Alexander Paulick
- Gesang - Alexander Paulick, Barbara Morgenstern, Felix Müller-Wrobel
- Gitarre - Felix Müller-Wrobel
- Keys - Barbara Morgenstern
- Schlagzeug - Sebastian Vogel
- A Hymn Without A Sound (2026) - 9/15 Punkten
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