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Carson: When Gods Know Why (Review)
| Artist: | Carson |
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| Album: | When Gods Know Why |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Stoner Rock |
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| Label: | Sixteen Times Music | |
| Spieldauer: | 36:26 | |
| Erschienen: | 19.09.2025 | |
| Website: | [Link] |
Mit „When Gods Know Why“ liefert die Neuseeland/Schweiz-Connection CARSON ein spannendes Stoner-Rock-Album mit marginaler Tendenz gen Alternative-Szene ab. Der Sound ist roh, das Gitarrenriff unverkennbar der Chef im Ring, aber die Band platziert sich nicht ohne Grund als Trio in Aktion auf dem Frontcover des Albums.
Denn hier wird gemeinsam geschwitzt, gerockt und gegroovt, wobei die Musiker ein gewieftes Händchen für stimmiges Songwriting vorweisen können. Stücke wie „Snow White“ oder der Titeltrack zeigen sich vielseitig. Mal geht’s flott, fast tanzbar zu, während sich der leicht hallende Gesang durch die Musik schlängelt („When Gods Know Why“).
An anderer Stelle wird das Riffbrummen zurückgefahren und eine Grunge-affine Stimmung macht sich breit, zu der die Instrumente beinahe federleicht klingen und ein angenehmes Gefühl von Wärme vermitteln („Drip“).
Mit „Marion Morrison“ wuchten CARSON dagegen ein Riff-Pfund sondergleichen in die Waagschale. Die Riffs knarzen energisch und suggerieren instrumentale Schwerstarbeit, wobei Frontmann Kieran Jones stellenweise stimmliche Eierkneifer-Höhen erklimmt und damit den psychedelischen Anstrich der Musik interessant und passend intoniert.
„Only For The Scorned“ gibt sich zum Abschluss dagegen entspannt, fast introvertiert und zeigt die bedachte Seite der Band, ohne in etwaige Kitschfallen zu tappen. Stattdessen entwickelt das Stück einen ohrwurmigen Reiz, wobei speziell das Gitarrenspiel von Kieran Jones eine Menge Gefühl erkennen lässt. Gleichzeitig gefällt das akzentuierte Schlagzeugspiel, sorgt es doch mit minimalistischen Ansätzen für maximalen Effekt zum jeweils richtigen Zeitpunkt.
Und was wäre Stoner Rock ohne einen warm-brummenden Bass? Wohl kein Stoner Rock, was die Präsenz des Viersaiters in allen Songs (und eben speziell im Finalstück) zur Genüge erklärt. Dass dabei mehr als ein markantes Klangmotiv zustande kommt, zeugt sowohl von fähigen Musikern, als auch davon, dass die Herren wissen, wie sie ihr Herz in Musik kanalisieren können.
FAZIT: CARSONs „When Gods Know Why“ bietet eine breitgefächerte Stoner-Rock-Klangcollage und beweist, dass bloßes Riffknarzen nicht immer aller Tage Abend in besagtem Musikbereich ist. Der ein- oder andere Seitenblick in Richtung anderer (artverwandter) Genres lohnt sich zuweilen, um der eigenen Musik den gewissen Frische-Kick zu verpassen. Unter diesem Aspekt ist dem Trio auf jeden Fall ein Treffer gelungen.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Engine Down
- When God Knows Why
- Sombre Faces
- Snow White
- The Itch
- Drip
- Marion Morrison
- Only For The Scorned
- Bass - Elina Willener
- Gesang - Kieran Jones
- Gitarre - Kieran Jones
- Schlagzeug - Jan Kurmann
- When Gods Know Why (2025) - 12/15 Punkten
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