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Ill Tidings: Seeds of True Rebirth (Review)

Artist:

Ill Tidings

Ill Tidings: Seeds of True Rebirth
Album:

Seeds of True Rebirth

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Black Metal

Label: Vendetta Records
Spieldauer: 50:17
Erschienen: 26.06.2026
Website: [Link]

Österreichs ILL TIDINGS kredenzen auf ihrem Drittwerk „Seeds of True Rebirth“ unterkühlte Dissonanzen und manch punkig angehauchten Groove, vergessen aber auch nicht ihren Black Metal mit episch rauen Klangflächen zu veredeln, sodass die abstrakten Bilder der Texte jederzeit lebendig zwischen Frost, Feuer und knorriger Naturmystik hin- und her-tänzeln.


Dabei umgibt das Album eine kühle Atmosphäre, die eine gewisse Distanz, fast sterile Abneigung erzeugt, die sich auch in den Vocals wiederfindet. Besagte Stimmen wechseln zwischen hysterischen Schreien und dramatischem Raunen, das u.a. in Stücken wie dem rasenden „Kamadevas Mantra an den Tod“ interessante Stimmungsbilder zwischen Wut, Verzweiflung und Trotz heraufbeschwört.
Dadurch umweht Stücke wie „Tides of Wrath“ ein marginaler Hörspiel- bzw. Zwiegespräch-Charakter, welcher der stets unvorhersehbaren Stimmung, bzw. den wendungsreichen Kompositionen, zugute kommt.


Gleichzeitig umweht die Musik stets ein Hauch des Zeremoniellen, der sich aber nicht nur in den ruhigen, melodischen Gitarrenmomenten herausschält (u.a. „Kamadevas Mantra an den Tod“), sondern auch in vielschichtigen, bisweilen sperrigen Kompositionen wie dem Finale „Abgesang“ zutage tritt.
Überhaupt erzeugen die bisweilen dissonanten Gitarren, welche immer wieder mit gegenläufigen Motiven gefallen, eine dichte Beklemmung, die in manchem Moment an Bands wie MISÞYRMING erinnert, ohne offensichtlich bei den Isländern abzukupfern.


FAZIT: Mit „Seeds of True Rebirth“ präsentieren ILL TIDINGS ein sperriges Werk, das zwischen atmosphärischer Kühle, dramatischer Inszenierung und emotionaler Distanz pendelt. Gleichzeitig gelingt es den Österreichern, das Herz des Hörers aufzuwühlen (und sei es nur ob der abstrakten Herangehensweise an dieses Album), sodass von Beliebigkeit zu keiner Sekunde die Rede sein kann. Damit geht zwar auch ein fordernder Charakter einher, darum sollte eine intensive Beschäftigung mit der Musik Voraussetzung sein. Im vorliegenden Fall entwickelt das Album mehr und mehr an Tiefe.

Dominik Maier (Info) (Review 117x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Between Cold Stars and Mass Graves
  • Fruchtbaren Ackers schändend Pflug
  • Kamadevas Mantra an den Tod
  • Worship the Temple of Flesh
  • Tides of Wrath
  • Lux Ferre
  • Abgesang

Besetzung:

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