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Skip Danko & The B-Movie Road Club: Trippin On A Chinese Market (Review)

Artist:

Skip Danko & The B-Movie Road Club

Skip Danko & The B-Movie Road Club: Trippin On A Chinese Market
Album:

Trippin On A Chinese Market

Medium: LP/Download
Stil:

Punk, Blues, Stoner-, Psychedelic- und Noise-Rock

Label: Z-Music/Aalzorp Records/Rasant
Spieldauer: 40:51
Erschienen: 22.05.2026
Website: [Link]

SKIP DANKO & THE B-MOVIE ROAD CLUB wollen ohne bestimmten Plan musizieren und flitzen dabei von Ostfriesland in die Wüstenei der USA. Wobei die Hitze im kalifornischen Joshua Tree National Park wohl zu einigen psychedelischen Grenzerfahrungen geführt hat, die unverkennbar Einfluss auf die Musik hinter „Trippin On A Chinese Market“ hatten.
Zwischen Rock'n'Roll-Gitarren und HAWKWIND-Psychedelica gestaltet sich die Musik auf diesem Album zuweilen so farbenfroh wie das grelle Cover-Artwork vermuten lässt.


Rastlos-verruchte Blues-Referenzen gehen in Noise-affin kreischende Gitarren über, wobei stets eine Aura von Verfall und Grenzerfahrung an der Musik haftet. Ein Stück wie „Fear River Side“ transportiert die Stimmung einer ruinösen Geisteshaltung mit sanften Gitarren und kratzigem Gesang, der in aufreibende Riffs übergeht, die zwischen Grunge-Attitüde und schweißtreibendem Eskapismus hin- und herpendeln.
Bis es aber soweit ist, geht es zunächst mit den „Space Shrimps“ auf eine Reise durch den Äther (mitsamt elektronischen Fiep-Tönen und brodelndem Gitarrenbrei, der die nervöse Grundstimmung des gesamten Albums erahnen lässt).
„No Bum“ verdeutlicht den Trip-Charakter der Musik von SKIP DANKO & THE B-MOVIE ROAD CLUB zusätzlich und klingt nach einem berauschten Jam, bei dem es das erklärte Ziel ist, den Geschmack von Sternschnuppen zu erkunden.


Dass sich ein (w)irres Zwiegespräch wie „Sixteen“ als Stoner-Riffberg entpuppt (auch ohne dass dem Kauderwelsch-Gesang eine greifbare Botschaft entlockt werden kann), ist in gewisser Weise bezeichnend für den fragilen Trip-Charakter, der das gesamte Album zusammenhält.
Dass der Titeltrack dann von Space-Orgeln aus dem HAWKWIND-Universum über PINK FLOYDsche Klangweite bis hin zu IGGY POPs süffisanter Punk-Attitüde alles in sich vereint, passt sowohl zur Namensgebung des Stücks als auch zum gesamten Charakter der Musik von SKIP DANKO & THE B-MOVIE ROAD CLUB.


Denn wo nasse Hunde zu schrägen Saxophon-Klängen angeschrien werden („Wet Dog“), ehe sich der innere Punk zu einer süffisanten Liebeserklärung an den (Bei-)Schlaf hinreißen lässt („Lullaby Me“), scheint das verdrehte Musik-Äquivalent zu einer Geschichte wie der von ‚Alice im Wunderland‘ fast komplett.
Nur dass auf „Trippin On A Chinese Market“ eben keine sprechenden Hasen den Ton angeben, sondern Wüsten-Esel („Desert Donkey“) den Weg aus dem angstbesetzten Totengräber-Blues „Fear River Side“ weisen.


FAZIT: So farbenroh vertrippt sich das Artwork von „Trippin On A Chinese Market“ präsentiert, so vielfältig aufreibend und verschroben kreuzt auch die Musik von SKIP DANKO & THE ROAD CLUB durch das Genre-Blumenbeet aus Punk, Blues, einer Prise Lärm und grenzerweiternden Psychedelic-Sounds. Die Trennlinie zwischen Genie und Wahnsinn fließt beständig dahin, löst sich zuweilen auf, aber die Klänge des Albums kommen immer wieder zum Punk(t), sodass diese LP als audiovisueller Vollrausch durchaus reizvoll ist. Folge-Kater hin oder her.

Dominik Maier (Info) (Review 37x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • A Seite:
  • Space Shrimps
  • No Bum
  • Sixteen
  • Trippin On A Chinese Market
  • B Seite:
  • Wet Dog
  • Lullaby Me
  • Fear River Side
  • Sunday Jam
  • Desert Donkey

Besetzung:

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