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The Duskfall: The Everlasting Shadows (Review)

Artist:

The Duskfall

The Duskfall: The Everlasting Shadows
Album:

The Everlasting Shadows

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Melodic Death Metal

Label: Eigenproduktion
Spieldauer: 39:20
Erschienen: 06.03.2026
Website: [Link]

Ein Album, das es fast nicht gegeben hätte.

Aufgrund der Tatsache, dass Mikael Sandorf eine Dekade persönlicher Schicksalsschläge, beginnend mit dem Tod von Oskar Karlsson 2016, erleben musste und dadurch dessen kreative Schaffenskraft zum Erliegen kam, wurde der Release des neuen THE DUSKFALL-Albums „The Everlasting Shadows“ immer weiter verzögert. Dass es nun doch erschienen ist, im März als digitale Version (physische Tonträger gibt es ab Oktober), verdanken wir daher wohl einem regelrechten Kraftakt.

Um es vorneweg zu sagen: Nichts von alldem konnte die grundsätzliche stilistische Ausrichtung in irgendeiner Weise erschüttern. Aller Unwägbarkeiten des menschlichen Daseins zum Trotz erweisen sich die Prinzipien dieser Musik offenbar als unumstößlich – ein Quell der Ordnung in einem Zeitalter des Chaos. Oder, in anderen Worten: Diese Band bleibt sich treu.

Obgleich das Melodic-Death-Metal-Terrain seit gefühlten Ewigkeiten weitläufig abgeschritten ist, stechen THE DUSKFALL seit deren Debüt-Album „Frailty“ (2002) in puncto Wiedererkennungswert aus dem Gros vergleichbarer Genre-Vertreter heraus. Das hat damit zu tun, dass sie einerseits grandiose Hit-Schreiber in ihren Reihen wissen und andererseits aus Sandorfs früherer Spielwiese GATES OF ISHTAR hervorgegangen sind, denen sie bisweilen immer noch nacheifern. „The Everlasting Shadows“ bietet demnach Neunziger-Melo-Death in gewohnter Qualität, der allerdings in ein rohes, „zeitgemäßes“ Soundgewand gekleidet wurde und sich auch sonst einiger weniger Modernismen bedient.

Hoch anzurechnen ist den Musikern dabei, dass sie nicht zu Szene-Eiferern verkommen. Die Stakkato-Gitarren im flotten Opener ‚Entomb My Shadow‘ mögen zwar vordergründig einfallslos tönen (wie das Riffs dieser Art so an sich haben), das überaus mitreißende Göteborg-Finale lässt jenes Modern-Metal-Motiv jedoch sinnig wirken, als wolle man zunächst die Erwartungen ein bisschen dämpfen, um dann umso mehr zu begeistern. Nicht nur für den Opener, sondern auch für andere Stücke (‚As Our Days Are Dying‘ oder ‚Kneedeep In The Grave‘) gilt außerdem: THE DUSKFALL sind dann am besten, wenn die prägnant komponierten Songs schmissig nach vorne gehen sowie an den zentralen Dreh- und Angelpunkten mit starker Melodieführung aufwarten. Ebenfalls wissen die Schweden dort zu gefallen, wo die musikalische Härte mit fantasievollen Arrangements zusammentrifft (siehe Titeltrack). Dem gegenüber bleiben die vergleichsweise schroffen Rausschmeißer-Nummern ‚Golem‘ und besonders das knackige ‚The Peacemaker‘ etwas belanglos, gleichwohl diesen die Musikalität per se nicht gänzlich verloren geht.


FAZIT: THE DUSKFALLs „The Everlasting Shadows“ stellt Mikael Sandorfs Zeugnis nicht nur einer hoffentlich überwundenen Lebenskrise dar, sondern ebenso einer nach wie vor lebendigen Melodic-Death-Metal-Szene Schwedens. Die Verbindung aus traditionellen Göteborg-Sounds (viel), modernen Riffs (wenig), knalliger Produktion, mustergültigem Songwriting und durchaus eigener Identität macht dabei immer noch einen derart guten Eindruck, dass man meinen könnte, die Zeit sei stehen geblieben. Insofern: Welcome Back!

Tim Rahrbach (Info) (Review 247x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Entomb My Shadow (5:01)
  • As Our Days Are Dying (4:22)
  • The Everlasting Shadows (4:02)
  • World Of Lies (4:36)
  • Legion (6:13)
  • Night At The Graves (4:16)
  • Kneedeep In The Grave (4:12)
  • Golem (4:08)
  • The Peacemaker (2:30)

Besetzung:

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