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Tritop: Tritop 120 (Review)

Artist:

Tritop

Tritop: Tritop 120
Album:

Tritop 120

Medium: CD/Download/LP
Stil:

Progressive Rock

Label: MStudio Center/Just For Kicks
Spieldauer: 47:48
Erschienen: 17.04.2026
Website: [Link]

„'Tritop120' schlägt ein neues Kapitel für TRITOP auf, eine Band, die weiterhin die Eleganz des klassischen Progressive Rock mit einer tief emotionalen und modernen Note verbindet.“ (Die italienische Band TRITOP unter ihrer Homepage)

Ein Gewitter und eine akustische Gitarre kündigen das schon kurz darauf folgende Schwelgen in Retro-Klängen an. Willkommen im Progressive-Rock-Traumland, in dem immer wieder nach diesem zarten, gut einminütigen Intro während der drei folgenden gigantischen Longtracks das Wetter umschlägt...


...und sicher einen Freudensturm bei allen progressiven Zeitgenossen entfacht, bei denen auf ihrem Weg zum Prog besonders die frühen GENESIS oder EMERSON, LAKE & PALMER eine gewichtige Rolle spielten – und heutzutage noch immer SPOCK'S BEARD ohrale Glückshormone ausschütten. Doch auch für die traumtheatralische Härte oder bombastische QUEEN-Momente ist bei den Italienern TRITOP gesorgt, die auf „Tritop120“ alle Prog-Register ziehen – außer denen, die man größtenteils mit dem Italo-Prog in Verbindung bringt.

Unter ihrer bandcamp-Seite lassen die Italiener den unwissenden Prog-Freund daher wissen: „TRITOP ist eine italienische Progressive-Rock-Band, die die Eleganz des klassischen Prog mit einer modernen, emotionalen Sensibilität verbindet. Ihre Musik schafft einen Ausgleich zwischen Melodie und Komplexität und bewegt sich zwischen intimen Stimmungen und weitläufigen Klanglandschaften.


Nach 'Rise of Kassandra' (2022) kehren sie mit 'Tritop120' zurück, einer persönlichen Reise durch Erinnerung, Reisen und das Licht.“

Diese zutreffende Beschreibung trägt bereits den 70er-Jahre-Proggeist in sich – wie natürlich die Musik, die zudem hinter dem beeindruckend gestalteten Album-Cover, welches die Erwartungen hinter „Tritop120“ passend zum Ausdruck bringt, lauert.


So tendieren die drei Longtracks und das kurze Intro zwischen filigraner Akustik und symphonischem Wahnsinn, bei denen sich mal ohrwurmige Melodien oder Harmonien genauso erheben wie metallische Härte, Satzgesänge und 70er-Retro-Prog-Klang, der vielen altbekannten Vorbildern und Idolen wieder frisches Leben einhaucht.

Wie selbstverständlich treffen hierbei die Klassiker von beispielsweise ELP und DREAM THEATER auf die nordischen Neudefinitionen dieser der Marke FLOWER KINGS oder KAIPA. „Tritop120“ vereint all diese Einflüsse und lässt zwar kein textliches Konzept-Album dabei erkennen (Vielleicht weil die drei langen Stücke einfach zu unterschiedlich gestaltet sind?), sondern werfen in ihrer musikalischen Experimentierfreudigkeit die Themen wie eine Hommage an die Liebe zum Reisen auf, wobei sich vieles (im goetheschen Sinne) um 'Willkommen und Abschied' und alle Erinnerungen dazwischen dreht.

Für alle, die TRITOP auf dieser Reise folgen, dürfen gerne schwer beeindruckende Momente versprochen werden, welche garantiert eine mehrfache Wiederholung der „Tritop120“-Reise zur Folge haben. In diesem Falle genügt schon ein Druck auf die Repeat-Taste des CD-Players.


FAZIT: Genau solche Alben wie „Tritop120“ sind es, die einem als altgestandenen Freund des Progressive Rock, den die frühen Anfänge von GENESIS bis ELP ihr gesamtes musikalisches Leben begleitete, die Haare zu Berge stehen lassen – und zur glücklichen Erkenntnis verhelfen: Ja, auch heute gibt es genau solche Musik noch immer, die in ihrer ganzen Retro-Schönheit genau die gleichen Gefühle wie damals (bei den Originalen) weckte. TRITOP aus Italien vollbringen auf „Tritop120“, ihrem zweiten Album, das wahre Wunder, uns in eine Zeit zu entführen, in der der Progressive Rock Ausdruck eines echten Lebensgefühls war. Beim Hören des kurzen Intros und der drei komplexen Longtracks von „Tritop120“ kehrt genau dieses 70er-Jahre-Lebensgefühl in seiner ganzen Vergangenheitswucht wieder zurück!


Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 56x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Rebuild Nothing
  • Master Of Drama
  • Wanderlust
  • Asymmetrical Reflections Of A Restless Heart

Besetzung:

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