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Vaporeyes: Still (Review)
| Artist: | Vaporeyes |
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| Album: | Still |
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| Medium: | CD/Download | |
| Stil: | Progressive-, Space- und Psychedelic-Rock |
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| Label: | Eigenvertrieb/Just For Kicks | |
| Spieldauer: | 43:28 | |
| Erschienen: | 27.02.2026 | |
| Website: | [Link] |
Mitten aus dem amerikanischen Syracuse beglücken uns die neuen, mehr auf Harmonien setzenden, GRATEFUL DEAD als VAPOREYES mit „Still“. Eine ziemlich gewagte (und – ich gestehe – etwas übertriebene, doch trotzdem nicht haltlose) Behauptung. Denn der psychedelische VAPOREYES-Jam-Sound voller progressiver Elemente und Ideen, die gerne auch mal bei den frühen ARCHIVE oder PORCUPINE TREE vorbeischauen, räumt einem so viele Freiheiten ein, wie es die dankbaren Toten seit 1965 taten. Natürlich klingt „Still“ als Studio-Album deutlich strukturierter und nicht so weit ausladend wie die mitunter gigantischen Psyche-Improvisationen der Frühsiebziger, aber sie wecken beim Hören ein harmonisches Gefühl an genau diese Zeit. Und das ist ein fetter Pluspunkt hinter VAPOREYES, der wahre Vollendung in dem instrumentalen 16-Minuten-Longtrack findet, welcher dem Album seinen Namen verleiht und alles Andere als „Still“ ist. Doch hieraus macht bereits der spannende Album-Opener „Burgerwalker“ mit seiner psychedelischen Verspieltheit und und Synthie-Verliebtheit keinen Hehl.
Selbst groovige Funk-Elemente fehlen auf diesem abwechslungsreichen Album nicht, auch wenn der Gesang bei all der instrumentalen Kreativität ein wenig zu zahm (und zart) erscheint. Das Prädikat 'nett' passt hier am besten. Jonas Reddy-Nicholson hat eine Stimme, die sich ideal auch auf einem guten Pop-Album von beispielsweise SPANDAU BALLET machen würde.
Nach und nach entwickelt sich ohne den Gesang, der nie übertrieben ausgelebt wird, sogar eine offensichtliche Tendenz in Richtung Space Rock, die mit „Unstuck“ ihren Höhepunkt erlebt.
Dem schließt sich nahtlos das letzte Stück an. Hier heben VAPOREYES noch einmal richtig ab und beginnen zu schweben, wobei sie einen Kosmos aus ARCHIVE und HAWKWIND streifen, immer in der Hoffnung, ihre Hörer hypnotisieren zu können. Ein Unterfangen, welches unter Kopfhörern und zu nächtlicher Stunde und am besten mit geschlossenen Augen gelingt. Dieses Stück entführt einen atmosphärisch genau in die Richtung, in der sich der Mann auf dem beeindruckend gestalteten CD-Frontcover befindet. Mitten hinein in die himmlischen Gefilde wie Ikarus ohne Flügel aus Wachs, sodass die auch an der Sonne nicht zu schmelzen beginnen und einen abstürzen lassen.
VAPOREYES jedenfalls stürzen zu keinen Moment auf „Still“ ab, auch wenn sie manchmal tatsächlich wie dankbare Tote klingen.
FAZIT: VAPOREYES nehmen uns auf „Still“ auf eine kosmische Reise mit, die in vielerlei Beziehung beim Hören jederzeit zu hypnotisieren versteht. Schwebende Synthies und jammende Gitarren sowie zarter Gesang plus grundierende Bässe und ein sich diesen Sounds bestens anpassendes Schlagzeugspiel ergeben eine Melange aus Verträumtheit und Wagemut. Für alle, die von der progfusionierten und jambasierten Schönheit von A wie ARCHIVE bis P wie PORCUPINE TREE nicht genug bekommen können.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Burgerwalker
- Take It All
- Teeth
- S K I N
- Unstuck
- Still
- Bass - Shannon Zory
- Gesang - Jonas Reddy-Nicholson
- Gitarre - Patrick Tierney
- Keys - Jonas Reddy-Nicholson
- Schlagzeug - Sean Cadley
- Sonstige - Shannon Zory, Patrick Tierney (Harmoniegesang)
- Still (2026) - 11/15 Punkten
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