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Helicon x Al Lover: Arise (Review)
| Artist: | Helicon x Al Lover |
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| Album: | Arise |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Psychedelic Rock, Electronica |
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| Label: | Fuzz Club Records | |
| Spieldauer: | 40:32 | |
| Erschienen: | 13.02.2026 | |
| Website: | [Link] |
„Arise“ ist das Ergebnis einer Kollaboration der Glasgower Band HELICON mit dem DJ und Produzenten AL LOVER – und genau diese Verbindung macht den Reiz der Veröffentlichung aus. Hier treffen lässige Rock-Vibes auf sphärische Klangflächen und fein justierte Soundsequenzen. Organische Gitarrenlinien verschmelzen mit Synth-Texturen und dezent eingestreuten exotischen Sounds zu einem dichten, vielschichtigen Geflecht.
Offenbar haben es den Musikern besonders indisch anmutende Klanglandschaften angetan, die sie souverän mit eingängigen Hooklines, flirrenden Sounds und treibenden Beats verweben. Dabei entstehen Spannungsfelder zwischen fernöstlicher Ornamentik und westlicher Pop-Ästhetik, die den Songs einen eigenständigen Reiz verleihen. Nicht zu vergessen die pointierten Gitarreneinwürfe, die das Material immer wieder aus allzu psychedelischer Entrücktheit herausholen und wahlweise groovige oder dezent rockige Akzente setzen.
Bei „Tabula Rasa“ dürfen schließlich Bass und Keyboards stärker ins Zentrum rücken und übernehmen gemeinsam mit feinen Gitarrenlicks und druckvollen Drums instrumental das Ruder – ein Moment, in dem die Band ihre Dynamik und ihr Gespür für spannungsvolle Arrangements besonders wirkungsvoll ausspielt.
Danach geht es mit flirrenden Klangschleiern und entrücktem Gesang weiter auf den nächsten psychedelischen Trip. Stimmen und Sounds verdichten sich stellenweise zu einer bewusst herbeigeführten Kakophonie, aus der sich nur hier und da einzelne Keyboardlinien kurz emporheben und Orientierungspunkte setzen. Das programmatische „Adjust The Dosis“, erneut instrumental gehalten, durchspült die Gehörgänge mit hellen, beinahe euphorischen Klangfarben, bevor ein dezenter Disco-Beat und weit entfernte Soundfragmente den nächsten Abschnitt des Trips einläuten.
Mit „Goodbye Cool World“ findet die Reise schließlich ihr würdiges Finale: Getragen von vielschichtigem Klavierspiel, wabernden Gitarren und markantem Sprechgesang wird noch einmal ein dichtes, komplexes Soundgeflecht aufgezogen, das die zuvor angelegten Motive bündelt und atmosphärisch abrundet.
FAZIT: „Arise“, entstanden aus der Zusammenarbeit von HELICON und DJ AL LOVER, ist ein atmosphärisch dichtes Klangexperiment zwischen Pop, Psychedelika und elektronischer Finesse. Orientalisch inspirierte Soundfarben, treibende Beats und pointierte Gitarren verschmelzen zu einem hypnotischen, eigenständigen Hörerlebnis, das mehr auf eine kohärente Gesamtstimmung als auf klassische Songstrukturen setzt – und gerade darin seine nachhaltige Sogwirkung entfaltet.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Arise
- Backbreaker
- Tabula Rasa
- Not A Thought
- It Won't Stop
- Adjust The Dosage
- We Don't Belong
- Midnight Mass
- Goodbye Cool World
- Bass - Steven Jamieson
- Gesang - Gary Hughes, Laura O'Brien, Sarah Bonner, John-Paul Hughes
- Gitarre - Gary Hughes, John-Paul Hughes
- Keys - Laura O'Brien Chris Geddes,
- Schlagzeug - Martin MacVicar
- Sonstige - Andere: Laura O'Brien (Harmonika, Geige)
- Arise (2026) - 12/15 Punkten
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