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Joe Astray: Stories From The Upside Down (Review)

Artist:

Joe Astray

Joe Astray: Stories From The Upside Down
Album:

Stories From The Upside Down

Medium: CD/LP/Download
Stil:

kustik-Punk

Label: La Pochette Surprise Records
Spieldauer: 30:06
Erschienen: 05.12.2025
Website: [Link]

Obwohl JOE ASTRAY in Hamburg lebt, klingt „Stories From The Upside Down“ nicht zwingend nach nautischer Musik oder gar nach Hafenspelunke.
Im Gegenteil, was der Musiker selbst als Akustik-Punk verschlagwortet, klingt authentisch, bisweilen offensiv zerbrechlich und lädt den Hörer dazu ein, sich bewusst für eine Pause zu entscheiden.


Ein Stück wie „The Right to live between the lines“ will versöhnen, transportiert melancholischen Kneipencharme und besingt die Gemeinschaft eines Barbesuchs bei Akustikgitarre und Piano.


Gleichzeitig klingt in einem Stück wie „When the Jailbirds sing“ eine raue Protest-Note (und auch eine Menge Nostalgie) durch.
Zwischen vermeintlichen Erfahrungen in einer Gefängniszelle und dem Gefühl der Sehnsucht nach Freiheit, schwingt hier eine große Portion Hoffnung in der Musik mit, die in „White Linen“ von der Schönheit des Lebens in den einfachen Dingen singt.


Eine Geschirrspülmaschine, die funktioniert, während der Duft von frischem Kaffee in der Luft liegt und die Vorfreude auf ein abendliches Konzert den Tag beflügelt. Derlei Botschaften zelebrieren das Leben in seiner Einfachheit und richten den Blick auf die positiven Seiten des Lebens.


„A Fire in the Ice“ dagegen geht als Ode an die Liebe durch und paart Seemannsromantik mit einem rauen Punk-Charme, der sich aus der besungenen Geschichte ergibt.
Hierbei legt JOE ASTRAY seinen Fokus stets auf Einfachheit.


Die Musik ist meist simpel und eingängig strukturiert und Astrays Gesänge gehen angenehm ins Ohr, wobei es egal ist, ob der Musiker in Melancholie badet, wie in „Black Fountain“, oder ob er zu bedachter Rhythmik in unstetem Singsprech von der Sinnlosigkeit des Alltags singt („Forever Futility, Futility Forever“).


FAZIT: JOE ASTRAYs „Stories From The Upside Down“ biedert sich weder klassischer Seemanns-Romantik an, noch verklärt das Album die angestammten Klischees (Kneipe, Seemannsgrab, Suff und Liebe) zu einer 08/15-Geschichte. Stattdessen tauscht der Musiker seinen suggerierten Punk-Vibe gegen bedachte Eingängigkeit, ohne (s)eine gewisse Protest-Haltung aufzugeben.


Dominik Maier (Info) (Review 65x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Welcome to Panama
  • The Right to live between the lines
  • When the Jailbirds sing
  • White Linen
  • A Fire in the Ice
  • Monkey Shoulders
  • Black Fountain
  • Circular Quay
  • Forever Futility, Futility Forever

Besetzung:

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