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Witcher: Öröklét (Review)
| Artist: | Witcher |
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| Album: | Öröklét |
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| Medium: | CD/LP/MC/Download | |
| Stil: | Atmospheric Black Metal |
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| Label: | Filosofem Records | |
| Spieldauer: | 40:18 | |
| Erschienen: | 04.11.2025 | |
| Website: | [Link] |
WITCHER besingen auf ihrem vierten Album die Ewigkeit und verknüpfen dieses Thema mit dem Tod als stets präsenten Schleier über dem Leben. Dass „Öröklét“ dementsprechend von einer gewissen Schwermut und Tragik durchzogen ist, passt zu den Inhalten des Albums.
Musikalisch verweben die Ungarn Black Metal mit einer gewissen Natur-Ästhetik, die u.a. auch Bands wie WOLVES IN THE THRONE ROOM auszeichnet sowie mit Motiven klassischer Musik, die sich besonders in den atmosphärischen Keyboards niederschlagen.
Entsprechend der Inhalte suhlen sich die Stücke allesamt in Melancholie und einer Art sehnsüchtigen Stimmung, die vor allem den flächigen Gitarren geschuldet ist, während der Krächzgesang von Roland Neubauer immer wieder von der klaren, beinahe opernhaften Stimme von Karola Gere ergänzt wird.
Dass hierbei Abwechslungsreichtum nicht das Hauptaugenmerk der Musiker ist, bekräftigt die Trauerstimmung der Musik, nimmt dem Album aber auch Potenzial für lang anhaltende Wirkung. Denn nach den vierzig Minuten Spielzeit kommt doch das Gefühl einer Sättigung auf (Langeweile wäre ein zu hartes Wort).
Daran ändert auch das Cover von FRANZ SCHUBERTS „Piano Trio No. 2 - Andante con moto“ nichts. Fügt es sich in seiner vordergründig getragenen Stimmung doch sehr gut in den Fluss des Albums ein, wenngleich der ein- oder andere Ansatz von Positivität, oder wenigstens einer gewisse Aufbruchsstimmung in dem Stück mitschwingt.
Hierdurch wirkt „Öröklét“ unterm Strich nicht ganz so trist und schwer, wie es anfangs erscheint. Allerdings ändert das nichts am Fehlen von möglicher Varianz im Songwriting.
FAZIT: WITCHERs „Öröklét“ gefällt bisweilen durch seine dichte Stimmung, kann allerdings kaum durch musikalische Varianz oder unvorhersehbares Songwriting überzeugen. Dennoch ist der pathosschwangere Trauerweiden-Black-Metal dieser ungarischen Band durchaus reizvoll, besonders wenn der Hörer in der Stimmung für Wald-affine Tristesse ohne allzu viel Tiefgang ist.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Örökség
- Szélhozó
- Röghöz kötött
- Öröklét
- Piano Trio No. 2 - Andante con moto (Franz Schubert cover)
- Gesang - Karola Gere, Roland Neubauer
- Gitarre - Roland Neubauer
- Keys - Karola Gere
- Schlagzeug - Roland Neubauer
- Öröklét (2025) - 9/15 Punkten
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